Von den im Gemarkungsbereich befindlichen acht Turmstellen ist nur Wp. 10/11 konserviert. Die übrigen Turmstellen sind, soweit sie nicht in der Feldflur liegen, vom Wildwuchs befreit und durch eine gute Limeswanderwegführung gut zu erreichen. Eine informative Beschilderung und geführte Wanderungen (nach Anmeldung)
machen den Odenwaldlimes im Bereich der Turmstellen 10/5 bis 10/12 mit den Kastellen Windlücke und Kastell Lützelbach erlebbar.
Zwischen den beiden Numeruskastellen „Hainhaus“ und „Lützelbach“ liegt das Kleinkastell Windlücke.
Kleinkastell Windlücke
Das Kleinkastell „Windlücke“ ist von seiner funktionalen Bedeutung und Besetzung mit den Kleinkastellen Robern, Seitzenbuche und Jägerwiese (Zwing) vermutlich gleichzustellen. Sämtliche Kleinkastelle (außer
Robern) liegen an passähnlichen Übergängen entlang dem Limes in unregelmäßigen Abständen. Die Ausgrabungen des Kleinkastells Windlücke durch die Reichslimeskommission im Jahr 1895 ergaben, dass es sich hierbei um ein annähernd quadratisches, dreitoriges Steinkastell von etwa 180 qm Grundfläche handelt, dessen Haupttor nach Osten zu den knapp 30 m entfernten Limespalisaden hin ausgerichtet war. Ein Befestigungsgraben war nicht vorhanden. Das Kleinkastell dürfte einer Besatzung von maximal 40 Mann Platz geboten haben.
Kastell Lützelbach
Das Numeruskastell Lützelbach („Lützelbacher Schlösschen“) wurde um 1895 durch die Reichslimeskommission archäologisch untersucht. Das Kastell erstreckt sich über eine Fläche von 5250 qm und wurde von einer Auxiliartruppe von etwa 160 Mann belegt. Das Haupttor (Porta Praetoria) war zur etwa 25 m entfernten Limespalisade hin ausgerichtet. Zwischen Kastell und Palisade verlief der Limesbegleitweg, der bei Wp. 10/8 nachgewiesen wurde. Der Kastellwall ist noch vollständig zu erkennen. An der Westseite tritt ein Rest der Kastellmauer zutage. Das im Nord-Westbereich etwa 40 m entfernt liegende Badegebäude wurde bisher nicht ausgegraben.
Im weiteren Verlauf des Odenwaldlimes befinden sich die Wp. 10/7 bis 10/5. Die Landesgrenze überschreitend erreicht man das 1901 aufgefundene 0,6 ha große Erdkastell Seckmauern (Gemarkung Wörth/Bayern). Wie bei anderen ähnlichen Kastellen befindet sich auch hier ein kleines nur mit 44 qm Innenraum ausgestattetes Blockbad. Das Bad liegt 100 m
von der Nordostecke des Kastells dicht am Rande einer der tiefen Lößschluchten.
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Römische Sehenswürdigkeiten
- Limesturmstellen 10/12 – 10/5
- Kastell Lützelbach.
Führungen nach Vereinbarung.
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