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Bauland

Das Bauland ist eine typische Gäulandschaft im Norosten von Baden-Württemberg, angrenzend an den Odenwald. Der Name "Bauland" stammt von der Bezeichnung Ponland, ein „Landstrich, in dem Bohnen angebaut werden".

Das Bauland ist eine typische Muschelkalklandschaft und für den Muschelkalk sind die Karsterscheinungen, wie Dolinen, Karstquellen und Trockentäler prägend. Oftmals bilden sich unter der Erde Höhlräume und kleine Tunnelsystem, die Eberstadter Höhlenwelten sind das beeindruckenste Beispiel dafür.

Das Bauland wird auch als die Heimat des Grünkern bezeichnet. Die Entsteheung des Grünkerns geht zurück bis ins Jahr 1660. Der Grünkern wurde aufgrund von Missernten zufällig entdeckt. Durch berregnete, nasskalte Sommer verdarb das Korn bereits vor der Reife.
Dies führte zu einer Hungersnot, aus der heraus die Bauern auf die Idee kamen den grünen Spelz (weitläufig als Dinke bekannt) bereits während der Milchreife, das heißt 14 Tage vor der Vollreife zu schneiden und die Körner im Backofen zu trocknen. Da jedoch kein gutes Brot aus dem Grünkern gebacken werden konnte, fand er hauptsächlich Verwendung als Suppeneinlage.
Wer sich umfassender mit dem Thema Grünkern beschäftigen möchte, erfährt auf dem Grünkern-Radweg alles Wissenswerte rund um das Getreide oder besucht die Grünkerndarren in Altheim.

Die Städte und Gemeinden im Bauland sind: Adelsheim, Billigheim, Elztal, Schefflenz, Osterburken, Ravenstein, Roigheim, Rosenberg und Seckach.