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Neckarzimmern

Villa am Stockbronner Hof

Ungefähr 400 m nordöstlich vom Stockbronner Hof und etwas über 800 m hinter der römischen Grenzlinie liegt auf etwa halber Höhe eines flachgewölbten Rückens des Südabhanges des Luttenbachtälchens im Gewann Hässelt ein schon seit Jahren bekanntes römisches Mauerwerk, das Karl Schumacher bei seinen Ausgrabungen im Jahre 1893 als Reste einer römischen villa rustica erkannte.

Festgestellt wurden dabei Fundstücke von Tonscherben und Bruchstücke von Hohl- und Leistenziegeln, eisernen Beschlägen und Nägeln.

Besonders zu erwähnen ist eine fein gearbeitete silberne und teilweise vergoldete Scheibenfibel mit schöner Filigran- und Granulierarbeit.

Villa bei Neckarzimmern

In der „Unteren Au“, etwa 400 m nordwestlich der Gemarkungsgrenze Neckarzimmern gegen Neckarelz auf einer vom Volk „Steinbuckeläcker“ und „Steinmäuerleshecke“ genannten Stelle untersuchte Karl Schumacher 1893/94 ebenfalls die Trümmer einer römischen villa rustica. Einzelne Räume waren noch deutlich erkennbar (kleiner Baderaum, in der östlichen Ecke des Gebäudes ein mit Hypokausten heizbarer Raum).

Viele Gefäßscherben aus gewöhnlichem Ton und aus terra sigillata wurden gefunden, die für die Datierung von Wichtigkeit sind.

Sie gehören der vorantonischen Zeit an und rücken die Erbauung der Villa somit mindestens in den Anfang des 2. Jahrhunderts n. Chr. An weiteren Funden sind zu erwähnen: aus Eisen ein Hackmesser von 16 bis 26 cm Länge, ein Hohlschlüssel 8 cm lang und ein Hängeschloß mit einem Durchmesser von 6 cm mit Kettchen; aus Bronze eine Fibel; aus Ton ein ganzes „Krügelchen“ und mehrere aus den Scherben zusammengesetzte Urnen. Außerdem aus Steinen ein Bruchstück einer Säulenbasis aus rotem Sandstein und viele quadratische dünne Sandsteinplättchen.

Römische Münzen

Eine Goldmünze des römischen Kaisers M. Aurelius wurde 1868 von Pfarrer Friedrich Krieger von Neckarzimmern bei den Mauerresten des römischen Meierhofes am Stockbronner Hof gefunden (kam nach Heilbronn in Privatbesitz). Ebenso sind römische Münzen bei den Trümmern der Mauerreste des römischen Guthofes bei Neckarzimmern an der Stelle „Steinbuckeläcker“ zum Vorschein gekommen.
Im Dorf Neckarzimmern wurden zwei römische Münzen gegenüber der Ausmündung des Luttenbachtälchens im Garten des Philipp Elker gefunden.

Informationen

Bürgermeisteramt Neckarzimmern
Hauptstraße 4
74865 Neckarzimmern
Tel.: 06261 9231-0
Fax: 06261 9231-30
info(at)neckarzimmern.de
www.neckarzimmern.de