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Vier Sterne leuchten über dem Odenwald-Madonnen-Radweg

Teilnehmer Ukundenübergabe Odenwald-Madonnen-Radweg

< Geführte Radtour auf dem Odenwald-Madonnen-Radweg
03.06.2016 von Touristikgemeinschaft Odenwald

Mit der Zertifizierung als Qualitäts-Fernradroute hat die Strecke zwischen Tauberbischofsheim und Speyer ein Entscheidungsplus bekommen

Mosbach. (ub) Sterne sind als Qualitäts-Zeichen begehrt. Können sich doch Hotel- oder Restaurant-Gäste an ihnen orientieren. Aber nicht nur sie. Der Allgemeinde Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) vergibt ebenfalls Sterne und zeichnet damit seit etwa zehn Jahren Radrouten aus. Drei bis fünf Sterne zeigen an, welche Qualität Radwanderern auf einer Route geboten wird. Als Vier-Sterne-Radweg wurde nun der Odenwald-Madonnen-Radweg zwischen Tauberbischofsheim und Speyer vom ADFC ausgezeichnet. Damit befindet er sich in Gesellschaft von insgesamt 17 Vier-Sterne-Routen in Deutschland, zu denen seit anderthalb Jahren schon der Neckartal-Radweg zählt; er ist Teil der neuen Vier-Sterne-Strecke.

Die Auszeichnung sei ganz frisch, wie Sarah Wörz und Tina Last im Mosbacher Landesgartenschaugelände berichteten, durch das die 174-Kilometer-Strecke führt. Die beiden Geschäftsführerinnen der Touristikgemeinschaft Odenwald (TGO) haben viel dazu beigetragen, dass der seit rund zwei Jahrzehnten bestehende Radweg nun diese Zertifizierung erhielt. Denn als Kriterien werden nicht nur landschaftlich-sehenswürdige Maßstäbe angelegt. Es muss alles stimmen, von der Routenführung über die Befahrbarkeit bis zur Wegweisung, von der Anbindung an Bahn und Bus über die touristische Infrastruktur bis zum Marketing. Was der Odenwald-Madonnen-Radweg diesbezüglich zu bieten hat, steht in einer neuen Broschüre, die in einer Auflage von 25 000 Stück durch die TGO erstellt wurde. „Die Hälfte der Druckkosten übernimmt die Tourismus Marketing Baden-Württemberg“, meinte Sarah Wörz. Von dort sei 2013 die Initiative ausgegangen, den Odenwald-Madonnen-Radweg zertifizieren zu lassen.

Dafür haben sich die Tourismus-Experten vom ADFC ebenso ins Zeug gelegt bzw. in den Sattel geschwungen wie die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) und die Kommunen entlang der Strecke, die durch drei Bundesländer führt. Beteiligte Partner von Walldürn bis Heidelberg ließen es sich denn auch nicht nehmen, bei der Übergabe der Zertifizierungsurkunde im Elzpark dabei zu sein. Aus Stuttgart brachte Dr. Gudrun Zühlke das Qualitätssiegel nach Mosbach; sie ist die ADFC-Landesvorsitzende. „Deutsche Radfahrer haben eine Riesenauswahl für Mehrtagestouren“, schätzte sie die Zahl solcher Fernradwege auf 200 bis 300. Wer dann wissen wolle, wohin die Reise gehen soll, orientiere sich an Entscheidungshilfen wie den ADFC-Qualitätsradrouten. Dass mit Radtouristen Gäste kämen, die mehr Geld in der Region ließen als solche, die mit dem Auto kämen, warb Zühlke dafür, diesem Tourismuszweig noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken ebenso wie für weitere Verbesserungen auf dem Odenwald-Madonnen-Radweg. Eine Rezertifizierung muss ohnehin nach drei Jahren gemacht werden.

„Halten Sie Ihr Engagement aufrecht“, ging NVBW-Geschäftsführer Bernd Klingel noch einen Schritt weiter, „und streben Sie den fünften Stern an!“ Die Vermarktung des Weges ist daher für Zühlke die „wichtigste Zukunftsaufgabe“. Denn: „Der Weg ist wunderschön“, gab sie ein persönliches Urteil ab. Nicht trotz, sondern wegen der Aufs und Abs.“ Neid auf flache norddeutsche Routen kenne sie nicht. Im Schwärmen über die Vorzüge des Odenwald-Madonnen-Radwegs hat die Landesvorsitzende in Dr. Achim Brötel einen eifrigen Mitstreiter: „Wer sich bei uns auf den Weg macht, bekommt unglaublich viel geboten“, zählte der Landrat etliche Highlights auf. Oder wie es auf der TGO-Homepage über den Odenwald-Madonnen Radweg heißt: „Man erlebt eine ganz phantastische Atmosphäre religiöser Zeitgeschichte.

Viele haben dazu beigetragen, dass der Odenwald-Madonnen-Radweg mit vier ADFC-Sternen als Qualitätsradroute ausgezeichnet wird. Darum kamen auch viele zur Übergabe der Urkunde nach Mosbach. Damit kann man nun werben. Foto: Ursula Brinkmann